Laos – Vientiane, die Hauptstadt von Laos

By ingebott

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Im Laufe des 18. Jahrhunderts gerieten alle Gebiete Laos nacheinander unter starken Einfluss des benachbarten Königreichs Siam (heute Thailand), sodass sie ihre Eigenständigkeit praktisch verloren.

Auch Vietnam übte zeitweise eine Oberhoheit aus, dann schlossen sich die Franzosen als Kolonialherren an. 1893 gliederten sie Laos in ihre ”Indochinesische Föderation” ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Laos formell unabhängig und vom König von Luang Prabang regiert, tatsächlicher Machthaber blieb aber Frankreich, bis zu seiner vernichtenden Niederlage in Dien Bien Phu im Nordwesten Vietnams im Mai 1954. Bis 1960 gab es mehrere neutrale Regierungen, dann übernahmen die USA mit einem rechten Militärputsch de facto die Macht. Auch ohne Kriegserklärung wurde Laos in den US-Krieg gegen Vietnam hineingezogen und heftig bombardiert. Wie in Vietnam und Kambodscha ergriff 1975, nach dem Abzug der Amerikaner, eine kommunistische Rebellenbewegung die Macht, der Pathet Lao (Volk von Laos). Die schlimmsten wirtschaftlichen Fehlentwicklungen hat man inzwischen korrigiert, doch politisch ist Laos weiter ein sehr orthodoxes kommunistisches Land.

Die Busfahrt von Hanoi nach Vientiane dauerte 20 Stunden.

 

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Vientiane wurde 1827 von den Siamesen geplündert und als Hauptstadt aufgegeben. Erst die Franzosen bauten die Stadt im 19.Jahrhundert wieder auf. Viele koloniale Gebäude und breit angelegte Boulevards zeugen davon. In den 60er Jahren war die Stadt unter amerikanischen Einfluss berühmt und berüchtigt für Heroin und Sex Shows.

 

Heute versucht die laotische Regierung die traditionellen Werte wieder public zu machen, indem Frauen aufgefordert werden, ihre Landestrachten zu tragen und in Bars und Restaurants laotische Musik gespielt wird.

 Vientiane ist keine Weltstadt, aber seit 1994 die erste Brücke über den Mekong eröffnet wurde, erlebt sie immerhin beträchtlichen Handel und Tourismus aus dem benachbarten Thailand. 

Es gibt nur wenige Sehenswürdigkeiten:

 

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Der Wat Sisaket wurde 1818 errichtet und überstand den Angriff der Siamesen von 1828 fast unversehrt. Mit seinen Hunderten von Buddhastatuen aus verschiedensten Zeiten, die sich in den äußeren Galerien aufreihen, und dem hoch aufragenden Sim (der zentralen Halle) strahlt er vor dem Hintergrund mächtiger Kokospalmen eine äußerst friedliche Atmosphäre aus.

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Der Wat Pra Keo entstand 1565 als Tempel für die Könige von Vientiane und beherbergte einst, einen jetzt in Bangkok zu besichtigenden, sehr wertvollen Jadebuddha. Heute fungiert er nicht mehr als Tempel, sondern als eine Art Nationalmuseum mit einer herausragend schönen Sammlung von Statuen, geschnitzten Holzpaneelen und Büchern.

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Es existiert noch eine Originaltür aus dem 15.Jahrhundert als bedeutendes Beispiel laotischer Holzschnitzerei.

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25 km südlich von Vientiane liegt der Buddha Park. Er wurde 1950 von einem Mönch erbaut, der hinduistische und buddhistische Philosophie verbinden wollte. Er verlies Laos unter dem kommunistischen Regime und baute in Thailand einen neuen religiösen Themenpark auf, den Wat Hayek.

Die Stupa That Luang (16. Jh.) glänzt vor allem am späten Nachmittag golden im Sonnenlicht. Sie ist so etwas wie ein nationales Symbol, das die Verlegung der Hauptstadt von Luang Prabang nach Vientiane markiert. Wir haben sie leider nur im Vorbeifahren gesehen und kein Foto gemacht.

Und zum Schluss gibt es noch das Landesmuseum mit der jüngsten kommunistischen Geschichte des Landes.

  

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