Sydney ist die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales. Sie wurde am 26. Januar 1788 gegründet und ist mit fast 4 Millionen Einwohnern die größte Stadt des australischen Kontinents.
1770 hatte Captain James Cook südlich des heutigen Stadtzentrums die Botany Bay entdeckt und auch die Einfahrt zum Port Jackson auf seinen Karten verzeichnet. Am 18. Januar 1788 erreichte Captain Arthur Philipp mit der First Fleet die Botany Bay, die als Standort für eine Strafkolonie vorgesehen war.
Am 26. Januar 1788 erreichte eine französische Expedition unter Jean-Francois de La Pérouse ebenfalls die Botany Bay. Die Engländer beschlossen am selben Tag, die Kolonie an den Sydney Cove zu verlegen. Etwa 800 Sträflinge, sowie rund 500 Seeleute und Soldaten verließen in der Nähe des heutigen Circular Quay die Schiffe. Der 26. Januar ist seither Australiens Nationalfeiertag. Die Errichtung der Strafkolonie hatte für die einheimische Bevölkerung verheerende Folgen. Durch eingeschleppte Krankheiten wie Masern und Pocken wurde sie fast ausgelöscht, die wenigen Überlebenden mussten sich der englischen Herrschaft unterwerfen.
Wir haben von unserem Lane Cove Nationalpark ein Wochenticket gekauft, mit dem wir alle Züge, Busse und Fähren in und um Sydney herum nutzen können. Mit dem Bus sind wir in 30 Minuten im Stadtzentrum und steigen am Queen Victoria Building aus.
In den 1830er und 1840er Jahren entstanden die ersten Vororte, als immer mehr Einwanderer aus Großbritannien und Irland in Sydney ankamen. Nach dem ersten Goldrausch im Jahre 1851 wurde Sydney endgültig zum kulturellen, wirtschaftlichen und industriellen Mittelpunkt Australiens. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begann sich die Besiedelung des Umlandes zu verstärken.
Das Queen Victoria Building war einmal das größte Kaufhaus der Welt. Die kunstvolle Architektur bildet einen tollen Kontrast zu den kühlen modernen Bauten der Umgebung. Die ehemalige Markthalle wurde prunkvoll renoviert und 1986 als Einkaufszentrum mit vielen Mode- und Antiquitätengeschäften wiedereröffnet.
Bereits Mitte der 1920er Jahre zählte die Stadt mehr als eine Million Einwohner. 1931 waren wegen der Weltwirtschaftskrise etwa ein Drittel der Erwerbstätigen arbeitslos. Aber schon ein Jahr später stiegen die Preise für Wolle wieder und die Bauindustrie erlebte einen neuen Aufschwung. 1932 entstand die Sydney Harbour Bridge, zuvor war die Gegend nördlich des Port Jackson nur umständlich erreichbar und deshalb dünn besiedelt gewesen.
Die Einwohnerzahl von Sydney hat sich von 1,9 Millionen im Jahre 1954 auf 3,8 Millionen im Jahre 2005 verdoppelt und über zwei Drittel der Bevölkerung von New South Wales lebt in der Region Sydney.
Laut Volkszählung 2006 sind 31,7 Prozent der Einwohner Sydneys außerhalb Australiens geboren. Mehrere Stadtteile und Vororte sind durch die zahlreichen Einwanderer multikulturell geprägt.
Der Hafenbereich von Darling Harbour wurde Ende der achtziger Jahre modernisiert. Heute beherbergt der luftig gebaute Komplex neben Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Hotels auch das größte Aquarium der Welt.
Die Altstadt „The Rocks“ mit den Lagerhäusern an der Bucht von Sydney Cove ist sehenswert. Hier waren der Ursprung und das Herz Sydneys. 1788 als Sträflingskolonie gegründet. Es folgten Lager- & Verwaltungsgebäude, anschließend verfiel das Viertel, war Hochburg von Diebesbanden. Bis 1988 wurde es aufwendig saniert: jetzt beherbergt es Cafés, Boutiquen, Pubs, Galerien, Restaurants und hat einen niveauvollen Boulevard entlang des Hafens.
Als Wahrzeichen Sydneys gelten das von Jorn Utzon erbaute muschel- oder segelförmige Opera House – nach Utzons eigener Saga dem Entfalten einer Orange nachempfunden – sowie die weltberühmte Harbour Bridge. Die Oper ist ein beliebter touristischer Anziehungspunkt und liegt gleich neben dem bekannten Royal Botanic Garden.
In der Millionenstadt Sydney und deren Umgebung befinden sich zahlreiche kleine und große Nationalparks, die einen Grüngürtel in circa 30 Kilometer Entfernung vom Stadtzentrum bilden. Der an der Hafeneinfahrt liegende Sydney Harbour National Park erstreckt sich über beide Ufer und ist im Norden von Manly her und im Süden von Watson Bay her zugänglich.
Wir fahren mit der Fähre vom Circular Quay nach Manly und bummeln entlang der Fußgängerzone. Kaum zu glauben, aber hier gibt es sogar einen Aldi und Markus muss sich sofort Harribo-Süßigkeiten kaufen. Ansonsten war Manly nicht sehr aufregend. Wir haben Sushi gegessen und sind dann zum Strand gewandert.
Besonders bei Surfern und Touristen beliebt ist der Manly Beach. Hier tummelt sich, wer sehen und gesehen werden will. Sich gnadenlos in der Sonne braten zu lassen, ist nicht mehr unser Ding. Wir machen ein paar Fotos und schlendern dann wieder zurück zur Fähre.
Hier noch einmal ein eindrucksvoller Blick auf die Skyline der Stadt und auf den Fährhafen. So langsam müssen wir uns um unseren Autoverkauf kümmern. Morgen haben wir eine Art „TÜV“ in einer Werkstatt, damit wir das Auto überhaupt auf dem Automarkt anbieten dürfen. Hoffe, dass das alles gut geht.
Eine Rivertour wollten wir aber unbedingt noch machen, solange wir unser Wochenticket nutzen konnten: Mit dem RiverCat den Paramatta River hinauf. Nachdem wir mehrfach die Verkehrsstaus um Sydney herum mitbekommen haben, ist die Alternative mit der Fähre täglich in die Stadt zu fahren, sicherlich super. Die Flussfahrt war toll, vorbei an schönen Häusern und Jachthäfen, vorbei an Mangrovenwäldern und dem Olympiastadion. Paramatta selber war eher langweilig. Von da aus konnten wir mit dem Bus zu unserem Campingplatz zurückfahren.













